Online-Workshop 13: Verarbeitung unserer Weichenbausätze des Schmalspur-Standardprogramms

Artikel-Nr.: WORKSHOP13
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Die nachfolgende, sehr ausführliche Schritt-für-Schritt-Bauanleitung für unsere Selbstbau-Weichenbausätze des Standardprogramms Schmalspur 0e, 0m, 0n30 und 0n3 vermittelt Ihnen einen ausreichend profunden Eindruck der Herstellung dieses Oberbaus, damit sich auch Anfänger an den Eigenbau von Weichen nach europäischem oder amerikanischem Vorbild wagen können.

Dieser Workshop ist eine gekürzte und mit Fotographien unserer 0m-Bogenweiche 10°/12° versehene Fassung der Bauanleitungen unserer Weichenbausätze und dient dazu, Ihnen einen Eindruck zu vermitteln, wie diese Standard-Weichenbausätze montiert werden. Verbindliche Bauanleitungen mit ausführlichen Erläuterungen, einer Schritt-für-Schritt-Anleitung mit vielen Hinweisen und Abbildungen sowie die Maßzeichnungen liegen den einzelnen Bausätzen bei.

Bitte beachten Sie, daß diese Bauanleitung nicht beispielhaft für unser Regelspurprogramm ist. Dort werden sowohl andere Nägel als auch eine völlig andere Zungentechnologie verwendet.
 

1. Kleben Sie die mit dem Weichenbausatz mitgelieferte Schablone an der gewünschten Stelle auf das Trassenbrett auf. Wenn Sie mit unserer Freeware-Gleisplanungssoftware RailCAD 1.0 geplant haben, können Sie auch Ihren Entwurf auf unseren Großformatplottern im Maßstab 1:1 ausgedruckt bestellen (siehe Kategorie Planungshilfen). Beim Aufbau eines eigenen Entwurfes verfahren Sie mit Ihrer Zeichnung entsprechend, wobei eine Kopie davon für die Anfertigung der Schienenteile am Basteltisch verbleibt. 

2. Leimen Sie mit unserem wasserfestem Weißleim unsere Abachi-Echtholzschwellen an den entsprechenden Stellen auf. Wasserfester Weißleim löst sich später nicht, wenn das Schotterbett mit viel Flüssigkeit verklebt wird. Die Schwelle, auf der später der Weichenstellhebel montiert wird, kann beidseitig der Weiche angeordnet werden, je nach Platzverhältnissen auch gekürzt, um zwischen Parallelgleisen angeordnet zu werden. 
3. Schleifen Sie mit feinem Schmirgelpapier und einem kleinen Schleifklotz mögliche Unterschiede in der Schwellenhöhe plan, damit die Profile später nicht wellig auf den Schwellen liegen. 

4. Anschließend legen Sie die angefertigten Schienenteile zur Probe aus. Prüfen Sie insbesondere, ob die Flügelschienen, wenn diese am Herzstück korrekt aufgelegt sind, an der Zungengelenkseite die korrekte Länge haben, da andernfalls neue Teile anzufertigen sind. 
5. Verwenden Sie eine Messingbürste, um längs der Schwellen eine verwitterte Oberfläche anzubürsten. Versäubern Sie hierbei die Sägekanten der Schwellen. 
6. Beizen Sie die Schwellen in einem gewünschten Farbton. Abachi nimmt unsere Wasserbeize sehr gut auf; ich verwende für meinen Oberbau tiefschwarz. Achten Sie darauf, daß die unterklebte Zeichnung nicht ganz zugebeizt wird, da diese später für die Profilmontage noch sichtbar sein muß. 

7. Damit wir unsere Weichenbausätze preisgünstig anbieten können, haben wir uns entschlossen, Sie einfach in die Geheimnisse des Weichenbaus einzuweihen, anstatt Ihnen teure Schienenteile zu verkaufen - diese können Sie nämlich mit etwas handwerklichem Geschick problemlos selbst anfertigen, lediglich die Herzstücke werden vorgearbeitet und fertig verlötet mitgeliefert. Die eingesparten Kosten sind enorm. Den Weichenbausätzen liegen zur Anfertigung der Schienenstücke exakt bemaßte Zeichnungen bei.

Die Profile, die durch die Weiche als Backenschienen durchlaufen, werden zunächst im Bereich der Zungenanlage ausgefeilt. Hierzu markieren Sie nach Zeichnung zwei Orientierungspunkte. In einem kleinen Schraubstock feilen Sie im gesamten Anlagebereich der Zunge den Schienenfuß soweit zurück, bis dieser bündig mit dem Schienenkopf wird, der Schienenfuß also innen nicht mehr über den Schienenkopf hervorragt. Lackierfertig.

8. Zungen: Zunächst werden die beiden Zungenschienen grob abgelängt. Nun werden, nach Zeichnung, auf der Innen- und Außenseite jeder Zungenschiene Orientierungspunkte markiert (Reißnadel), an denen sich der Profilquerschnitt ändert. Diese dann folgenden Arbeiten können mit einer Feile oder einem Schleifkopf erledigt werden.

 Nebenstehende Zeichnung zeigt den schematischen Profilverlauf unserer Zungenschienen  von der Zungenspitze aus gesehen auf der Außenseite (Anlageseite an  die Backenschiene).
 

Zwischen Punkt G und Punkt 0 verbleibt das Profil unverändert. Zwischen  Punkt 0 und Punkt 1 muß der Schienenfuß immer stärker soweit  zurückgenommen werden, daß im Punkt 1 der Schienenfuß soweit  wie der Schienenkopf den Steg überrragt. Zwischen Punkt 1 und Punkt 2 werden Schienenfuß und Schienenkopf immer schmaler bis auf den Steg  zurückgenommen. Daran anschließend werden Schienenkopf und Schienenfuß  im Anlagebereich an die Backenschiene zwischen Punkt 2 und Punkt Z bis auf  den Steg zurückgefeilt. Die Außenseite ist nun bearbeitet. Diese Arbeiten gestalten sich rasch und unkompli ziert bei der Verwendung zweier preiswerter Baumarkt-Schraubstöcke, in die das noch nicht fertig abgelängte Profil eingespannt wird.

9. Nebenstehende Abbildung zeigt  den Verlauf derselben Zunge auf der Innenseite zur Gleismitte hin. Auch hier werden zwischen den einzelnen Orientierungspunkten Übergänge zwischen bestimmten Profilquerschnitten angefeilt.

      
Zwischen Punkt G und Punkt 2 verbleibt das Profil unverändert. Zwischen Punkt 2 und Punkt 3 wird nur der Schienenkopf gleichmäßig auf den Steg zurückgenommen. Zwischen Punkt 3 und dem Zungenende wird der Schienenkopf zunächst komplett auf den Steg zurückgenommen, hierzu ist das Profil wie gezeigt längs zu befeilen. Anschließend wird eine gleichmäßige Messerkante angefeilt, die an der Zungenspitze spitz ausläuft. Die Innenseite ist nun ebenfalls bearbeitet, in Punkt 2 wird nun noch ein kleiner Knick angebogen.

Bei unseren Federzungen-Weichenbausätzen mit S49 Profil (Code 143) werden vorbildgerecht die Weichenzungen mit einem niedrigeren Profil gebaut als das Hauptprofil. Die Profile der hinteren Flügelschienen und der Zungenschienen müssen nun belastbar verlötet werden, indem der Schienenkopf der Zungenschiene auf eine Länge von 7 mm auf der Gelenkseite entfernt wird. An der Flügelschiene wird eine Einpassung durch Ausfeilen des Stegs mit derselben Länge angefertigt, in die Zungenschiene eingeschoben und verlötet wird. Diese Verbindung ist für die Federzungenkonstruktion ausreichend belastbar.

Bei unseren Gelenkzungen-Weichenbausätzen wird zum Bau des Zungengelenkes 2,5 mm  vom Ende der Zungenschiene entfernt mittig von unten ein ca. 0,5 mm tiefes Loch mit einem 1,0 mm Bohrer mittig in den Schienenfuß gebohrt, in das anschließend eine ca. 50 mm lange Silberdraht-Achse 1,0 mm gelötet  wird. Bei einem Probeeinbau erfolgt die endgültige Formgebung durch vorsichtiges Biegen - die nach Zeichnung mittels der Orientierungspunkte angefeilten Querschnittsänderungen gewährleisten einen der Geometrie entsprechenden Verlauf der Schienenkopfinnenkante (Spurkranz-Führungskante), wenn die Zunge satt wie beim Vorbild an der Backenschiene anliegt.

10. Anschließend werden die beiden Einhängeösen für das Stellgestänge unter die beiden spitzenseitigen Zungenenden gelötet. Lackierfertig.

11. Längen Sie die Flügelschienen nach Zeichnung ab und biegen Sie die Radlenker-Enden zurecht. Die elektrische Auftrennung der Flügelschienen erfolgt nun durch Teilen der Flügelschienen in einen vorderen und einen hinteren Teil, da der hintere Teil der Flügelschienen am Herzstück polarisiert wird, während der vordere Teil wie die Zungen unabhängig von der Weichenstellung zu versorgen ist. Alternativ kann die fertig eingebaute Flügelschiene nach Fertigstellung der Weiche durchtrennt werden. Alle vier Flügelschienenteile werden mit einer stumpf angelöteten Litze für die Stromversorgung versehen, die später zwischen Schwellen liegen muß. Lackierfertig.

12. Längen Sie die beiden Radlenkerschienen ab und biegen Sie diese zurecht. Lackierfertig.

13. Lackieren Sie die Schienenprofile sowie unsere Schienenstühlchen und Schienenlaschenimitate in der gewünschten Farbe. Ich verwende für meine "Verrostungen" von Gunze die matte Farbe "Schlamm", da diese ausreichend den Orangeton frischen Rosts transportiert, ohne zu hell zu werden.

14. Legen Sie die einzelnen Schienenstücke auf den Schwellenrost und bohren Sie zwischen den Schwellen nach Lage der Litzen die für den elektrischen Anschluß der Schienenprofile erforderlichen Löcher in das Trassenbrett, und zwar 2 Bohrungen für die Backenschienen, 2 Bohrungen für die hinteren Flügelschienen, 2 Bohrungen für die vorderen Flügelschienen und eine Bohrung für das Herzstück. Bohren Sie desweiteren die Bohrung für den Stelldraht des elektrischen Weichenantriebes und bauen Sie die hierfür sonst erforderlichen Teile ein. 
15. Plazieren Sie zunächst eine Backenschiene und Herzstück an der gewünschten Stelle auf dem Schwellenbett. Fixieren Sie den Herzstückbereich nach Unterlage der passenden Schienenstühlchen mittels Pinzette mit zwei Spurlehren. 
16. Achten Sie auf die korrekte Lage der Herzstückspitze unmittelbar über der Schienenkontur der darunterliegenden Zeichnung und nageln Sie diesen Bereich nach Anleitung fest. 
17. Plazieren Sie die zweite Backenschiene ebenfalls mit Spurlehre und nageln Sie auch diese beiden Teile fest. 
18. Plazieren Sie eine hintere Flügelschiene und fixieren Sie diese zusammen mit der Backenschiene mittels Spurlehre, nachdem die passenden Schienenstühlchen unterlegt wurden. 
19. Nageln Sie die Schienen fest. 
20. Bauen Sie die beiden Radlenker ein, indem Sie diese korrekt plazieren, zunächst mit einem Nagel von vorn fixieren, dann an den beiden letzten Schwellen auf Stühlchen 6,0 von hinten und anschließend den Rest von vorn vernageln. 
21. Fixieren Sie die zweite Flügelschienen entsprechend der ersten und verfahren Sie zum Einbau entsprechend. 
22. Anschließend werden in derselben Weise die vorderen Flügelschienen und die Backenschienen in diesem Bereich eingebaut. 
23. Fixieren Sie die Backenschienen im Bereich vor der Zungenspitze mit einer Spurlehre und nageln Sie nach Unterlage der Schienenstühlchen auch diesen Bereich fest, wobei Sie darauf achten, daß die Backenschienen im Zungenbereich nach Zeichnung liegen. 
24. Nageln Sie nun die Backenschienen im Zungenbereich nach Unterlage der Zungenschienenstühlchen fest. Die Zungenschienenstühlchen werden im Innenbereich festgeklebt oder nach Einbau der Zungen mit einem Nagel am inneren Ende der Gleitplatte nach unten fixiert. 
25. Bohren Sie durch die beiden bereits gelochten Gelenkschienenstühlchen jeweils eine Bohrung 1,0 mm durch die gesamte Anlagenplatte. Setzen Sie die Zungenschienen ein und prüfen Sie die Biegung der Zungenschienen; noch kann diese korrigiert werden. Anschließend wird auf die unten aus dem Trassenbrett hervorstehende Achse eine Kunststoffscheibe sowie ein Klemmstück mit einer seitlichen Madenschraube M 2,6 aufgeschoben und die Zungenschiene leicht beweglich, aber spielfrei durch Anziehen der Madenschraube fixiert. An die herausragenden Achsenenden können später Litzen zur direkten Stromversorgung der Zungenschienen gelötet werden. 
26. Biegen Sie aus 0,5 mm Draht zwei L-Haken nach Bauanleitung.  Stellen Sie die Weiche auf abzweigende Fahrt, sodaß Ihre Radsätze eben so ohne zu Klemmen passieren können (abhängig von den verwendeten Radsätzen und vom Radsatzinnenmaß). Führen Sie dieselbe Messung bei gerader Fahrt durch. Biegen Sie probehalber ein U-Drahtstück zur Überprüfung des Meßwertes mit Fahrzeugen, indem dieses in die beiden Einhängeösen eingehängt wird und die Weiche probegestellt werden kann. Klemmen Fahrzeuge, muß der Bohrungsabstand reduziert werden, was zu einem größeren Stellweg führt. 

Bohren Sie mit dem nun getesteten Abstand der Bohrungen der Einhängeösen zwei 0,5 mm Bohrungen in das beiliegende Kunststoffplättchen, das genau zwischen diesen Bohrungen eine weitere 0,8 mm Bohrung für die Aufnahme des Stelldrahtes des Weichenantriebes erhält. 

27. Bauen Sie das Kunststoffplättchen und die beiden L-Haken als Antriebsgestänge für die Weichenzungen ein. Legen Sie die unten aus den Einhängeösen herausragenden Drahtenden um und fixieren Sie diese Haken mit etwas Sekundenkleber, bevor diese Gestängeteile mit dem Pinsel nachlackiert werden. 
28. Nach dem Abtrocknen poliere ich die Oberseite der Schienenköpfe mit einem kleinen Schleifklotz und Schmirgelpapier Körnung 1000 auf. 
  29. Montieren Sie nach einer geglückten Probefahrt den Weichenantrieb und verkabeln Sie die Weiche mit dem Hauptanschluß und den Herzstückanschlüssen. Nun erfolgt eine erfolgreiche Probefahrt mit Lokomotive.


30. Verkleben Sie die Innenseiten der Zungen-Schienenstühlchen mit Sekundenkleber oder fixieren Sie die Innenseiten der Zungen-Schienenstühlchen bei jeweils gestellter Weiche mit Schienennägeln so, daß der Verfahrweg der Schienenfüße der Zungenschienen nicht eingeschränkt wird. 

31. Verteilen Sie mit einem Löffel unseren scharfkantigen vorbildgerechten Echtsteinschotter zwischen die Schwellen und formen Sie mit unserem 2,5 cm Feinschichtpinsel das Schotterbett. Dank der geringen Schwellenhöhe ist unser Schotter besonders ergiebig. Achten Sie darauf, daß keine Steinchen auf den Schwellen liegenbleiben und beim flachen Peilen über die Schwellenoberkante möglichst keine Schotterberge zwischen den Schwellen überstehen. Säubern Sie sorgfältig den Stellgestängebereich. 

32. Zum Verkleben unseres Gleisschotters empfehle ich eine Mischung aus 2 Teilen Wasser und 1 Teil Weißleim. Die Farbeveränderungen unseres Echtsteinschotters fallen nach dem Abtrocknen minimal aus. Zum Verkleben verwende ich unsere handliche 50 ml Dosierspritze. Vor dem Zuführen von Schotterkleber-Mischung ist es empfehlenswert, mit unserer Zerstäuberflasche den zu verklebenden Bereich solange mit Wasser zu benetzen, dem einige Tropfen Spülmittel zugesetzt wurden, bis sich alle grauen Steinchen dunkel verfärbt haben, damit das Schotterklebergemisch durch die Kapillarkräfte durch das Schotterbett gezogen und eine erstklassige Verklebung erzielt wird. 

33. Falls gewünscht, werden nun die Schienenstöße nach beiliegender Zeichnung angelegt. An den Backenschienen werden zunächst am Ende der Flügelschienen am Zungengelenk zwei Schienenstöße eingesägt und mit Schienenlaschen-Imitaten verfeinert. Anschließend werden für die beiden Backenschienen und die beiden hinteren Flügelschienen kurz vor dem Herzstück weitere Schienenstöße angelegt und mit Schienenlaschen-Imitaten versehen. Achten Sie beim Einsägen des Schienenkopfes darauf, nicht in den Steg hineinzusägen, damit kein Grat die plane Montage der Schienenlaschen-Imitate behindert.

34. Zu guter Letzt sind einige kleine Tröpfchen Öl auf die Zungenplättchen und das Antriebsgestänge sinnvoll. Altes Motorenöl schmiert auch und hat darüber hinaus auch noch die richtige Farbe... Gute Fahrt. 
 
 
Zum Thema Präzision
 
Der Aufbau unseres preiswerten Gleissystems mit bis auf das Herzstück selbst angefertigten Schienenteilen erfolgt mit Spurlehren und einer exakten Zeichnung, die als Schablone dient. Es reicht völlig aus, bei der Montage der Schienenteile mit Spurlehre zur arbeiten und darauf zu achten, daß die Schienenteile exakt über den Umrissen der Profile auf der Zeichnung liegen, um einen einwandfrei befahrbaren Oberbau zu erzielen. Da die Einhaltung der Spurweite durch die Spurlehren garantiert wird, können sich Toleranzen und Abweichungen ausschließlich im Bereich der Radien einstellen, wobei normale, sorgfältige Arbeit Ergebnisse im Bereich von +/- 0,1 mm erzielt - gegenüber anderen Selbstbausystemen und fertigem Großseriengleis effektiv kein Präzisionsverlust, eher ein Gewinn, wie beispielsweise das Spur 0 Lokomotive-Sonderheft 1991 "Weichen - Vorbild & Modell" der Arge 0 belegt.
 
Für die Konstruktionen unseres gesamten Selbstbau-Gleisprogrammes garantieren wir die Befahrbarkeit mit RP-Radsätzen wie mit NEM-Radsätzen nach NEM 310. Beim Aufbau der Herzstücke ist hierbei darauf zu achten, daß das in der Bauanleitung angegebene Radsatzinnenmaß eingehalten wird. Insbesondere unser Regelspur-Weichenprogramm zeichnet sich nämlich durch asymetrische Radlenker aus. Das Rillenmaß am Radlenker ist hierbei weiter als das Rillenmaß am Herzstück, um eine möglichst enge Führung des Radsatzes am Herzstück innerhalb der Normtoleranzen zu erzielen. Damit ist trotz der sehr reichlich bemessenen Toleranzen der NEM Norm 310 für 32 mm Spurweite ein sicherer Betrieb von Fahrzeugen mit RP-Radsätzen ohne Einfallen in die Herzstücklücken gewährleistet. Ältere Alpin-Line Fahrzeuge, die das maximale Maß D (Spurkranzhöhe) von 1,4 mm überschreiten, können auf unseren 0m Code 100 Gleisen ohne Überarbeitung der Spurkränze allerdings nicht verkehren.
 
 

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